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© AKTIONSRAUM LINkZ 2015-2019

AKTION DREI
L.O.M.O.  NIKE ZYKLUS

ERÖFFNUNG
FREITAG, 14. OKTOBER 2016, 17 UHR

ZUR ERÖFFNUNG SPRECHEN LAURIDS UND MANFRED ORTNER

 

AUSSTELLUNGSDAUER
BIS 21.2.2017

 

ÖFFNUNGSZEITEN
DIENSTAG BIS DONNERSTAG 10-13 UHR
SOWIE NACH TELEFONISCHER VEREINBARUNG

 

AKTIONSRAUM LINkZ

HAUPTSTRASSE 26, 4040 LINZ
T +43-732-710 531
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Die Transformation der Nike – eine totale Intervention
 

Sie ist monumentales Kunstwerk und Inbegriff der Schönheit. Ins Übermächtige gesteigert, wirkt sie bedrohlich, schicksalhaft, verletzlich und vergänglich zugleich. Die Nike Intervention konfrontiert mit einer Schräge, „die revolutionär Anspruch auf Veränderung aller bisheriger Ordnung fordert.“ (Zitat Laurids Ortner) Erosionsartig leitete sie den Paradigmenwechsel des  Kulturbildes einer Stadt ein.

Das international tätige Künstlerduo L.O.M.O. (Laurids Ortner, Manfred Ortner) reflektiert in neuen malerischen Arbeiten die totale Transformation der Nike. Sie verkörpert ein programmatisches Lehrstück für die kulturelle Veränderung der Stadt Linz und ihrer Gesellschaft. Der AKTIONSRAUM LINkZ präsentiert den NIKE Zyklus ab 14. Oktober 2016 in seinen Räumlichkeiten in Linz-Urfahr. Zu sehen sind großformatige Ölbilder, Skizzen und Arbeiten auf Papier sowie Objekte und Materialien, die an eine Stadtgeschichte der Moderne erinnern und diese didaktisch aufzeigen.

   

 

Die ausgestellten Arbeiten zeigen städtische Versuchsoptionen. Anhand von den vier Standorten am Brückenkopfgebäude, Ursulinenkirche, Pfarrplatz und am Platz vor dem Neuen Rathaus zeigen L.O.M.O., wo die Figur in die Stadt hineinwirken kann. Sie lenkt in jeder Position die Aufmerksamkeit auf sich und löst beim Betrachter unterschiedlichste Assoziationen aus. Einmal ragt sie unerreichbar aufgepflanzt über „den Köpfen der Linzerinnen und Linzer“, einmal ist sie Mensch gewordene Göttin. So wird die Nike zu einer Stadtfigur, zu einem urbanen Werkzeug, das durch ihre eigene Verwandlung eine immer neue Funktion bekommt. 

 

Imposante Gemälde in Sandfarben und Erdtönen lenken den Blick auf eine Zeit von damals, heute und auf eine Zeit ohne nähere Bestimmung. Insofern haben die Bilder ungeheuer präzise Gesten ohne Bezugssystem. Sie geben keine topografische Sicht wieder, sondern erzeugen in einer neuen Form der Porträtmalerei eine eigene Dramatik. Schweigen erfüllt die Stimmung. Die Nike, mal hell erleuchtet, mal aus dem Schatten, bringt in die jeweils realisierte Szene eine unterschiedlich rätselhafte Ladung, die es zu entschlüsseln gilt. Zu zeigen, was in der real aufgestellten Skulptur noch nicht zu sehen war, zeichnet die vier Werkzyklen von L.O.M.O. aus.

 

Zeichnungen mit Bleistift und Buntstift oder Kugelschreiber auf Papier sowie Skizzen aus der Haus-Rucker-Co Zeit verbinden wie didaktisches Bildmaterial die vier Zyklen. Zwei Vitrinen befassen sich mit der Gegenüberstellung der Grundmotive, aus denen sich die Nike Intervention zusammensetzt: die mythologische Figur der Nike und die schräge Maschinenästhetik des Kragarms, der nach einem Entwurf von El Lissitzky für eine Rednertribüne für Lenin gebaut ist. 

 

Die Arbeiten sind 2016 entstanden. Zur Ausstellungseröffnung erscheinen eine limitierte Edition einer Nike Miniatur in Stahl auf einem Betonsockel und ein Ausstellungskatalog.

 

„Warum Laurids und ich nun als L.O.M.O. diese alten und neuen architektonischen und künstlerischen Themen aufarbeiten: weil du draufkommst, dass in der gebauten Architektur vieles zurückbleibt, was du an Gedanken, an Ideen, auch an Emotionen eingelagert hast. Das zum Vorschein zu bringen, interessiert uns. Jedes Bild, das wir machen, ist eine neue Interpretation.“ (Zitat Manfred Ortner)

 

Vor knapp 40 Jahren lösten Laurids und Manfred Ortner als Haus-Rucker-Co im Rahmen des forum metall mit ihrer Intervention der Nike von Samothrake einen schwelenden Kulturkampf in Linz aus. Die Skulptur verbrachte 35 Jahre im deutschen Exil, unsichtbar eingelagert im Bauhof-Gelände der Stadt Frankfurt. Im heurigen Jahr brachte das OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich im Rahmen des Höhenrauschs die Nike nach Linz zurück. Als Erfinder des AKTIONSRAUM LINkZ präsentieren Karin und Johann Brandstetter die Ausstellung in ihrem privaten Kunstraum und möchten analog zu dessen Namen dieses Kunstprojekt mit Kunstsammlern, Förderern und Museen verlinken. Zur Eröffnung werden Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder und Bürgermeister Klaus Luger erwartet. Ein feineres Stück Stadtgeschichte wird sich nicht finden lassen.

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

L.O.M.O.

 

L.O. Laurids Ortner

Architekturstudium an der TU Wien. 1967 Mitbegründer der Architekten-und Künstlergruppe Haus-Rucker-Co in Wien. 1976-87 Professor an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz. 1987 bis 2011 Professor für Baukunst an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf.

 

M.O. Manfred Ortner

Studium der Malerei und Kunsterziehung an der Akademie der bildenden Künste Wien. 1971-87 Atelier Haus-Rucker-Co in Düsseldorf mit Günter Zamp Kelp und Laurids Ortner. 1994 bis 2012 Professor für Entwerfen, Architekturfakultät FH Potsdam.

 

2010 Gründung von L.O.M.O durch L.O. Laurids Ortner und M.O. Manfred Ortner           

Präsentation von ‚Malerei aus dichtem Staub‘ in der Akademie Galerie Düsseldorf

2012 Architekturbiennale Venedig (mit O&O Baukunst) „Portrait von Bauten“

2013 Ausstellungen ‚L.O.M.O. - grey matter‘ und ‚L.O.M.O. mit Haus-Rucker-Co‘ im O&O Depot, Berlin

 

O&O Baukunst

1987 Laurids Ortner und Manfred Ortner gründen das gemeinsame Architekturbüro Ortner Architekten in Düsseldorf. Seit 1990 Ortner & Ortner Baukunst in Wien, seit 1994 in Berlin und seit 2006 in Köln.

2011 O&O Baukunst, mit den Partnern Roland Duda, Christian Heuchel, Florian Matzker, Markus Penell.

2011 O&O Depot Berlin.

 

Haus-Rucker-Co

1967 Gründung von Haus-Rucker-Co durch Laurids Ortner, Günter Zamp Kelp und Klaus Pinter in Wien

1970 Eröffnung von Studios in Düsseldorf und New York

1971 Eintritt von Manfred Ortner

1972 Eigenständige Studios: Haus-Rucker-Co in Düsseldorf (mit L. Ortner, G. Zamp Kelp, M. Ortner). Haus-Rucker-Inc., New York (mit K. Pinter, C. Michels u. a.)

1977 Auflösung von Haus-Rucker-Inc. Beginn selbstständiger Tätigkeit von K. Pinter als freier Künstler und C. Michels als Journalistin

1987 Eröffnung eigenständiger Architekturbüros durch Laurids Ortner, Manfred Ortner und G. Zamp Kelp

1992 Auflösung von Haus-Rucker-Co, Düsseldorf

 

Ausstellungen Haus-Rucker-Co, O&O Baukunst

1968      Gelbes Herz, Baugrube Schottenring, Wien

1969      Vanille Zukunft, Kraftsporthalle Schleifmühlgasse, Wien

                Galerie Zwirner, Köln

1970      Live I, Museum des 20. Jahrhunderts, Wien

                Live II, Museum of Contemporary Crafts, New York                 

                between, Kunsthalle Düsseldorf

1971      Cover, Museum Haus Lange, Krefeld

1972      Oase Nr. 7, documenta 5, Kassel

1973      Grüne Lunge, Kunsthalle Hamburg

1977      Rahmenbau, documenta 6, Kassel

                Forum Metall, Linz

1978      Straßen und Plätze, Kunsthalle Düsseldorf, Haus-Rucker-Co

                Zeichnungen, Projekte, Galerie Schmela, Düsseldorf

1979      Pavillon der Elemente, Studio F., Ulm

1980      Umanesimo Disumanesimo, Palazzo Montauto-Niccolini, Florenz

                Forum Design, Linz

                Il tempo di Museo di Venezia, Biennale Venedig

1981      Galerie Schmela, Düsseldorf

1984      3 Großstadtbauten, Nationalgalerie Berlin

                Revision der Moderne, Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt

1985      Reconstruzione della Città, Triennale Mailand

                Nouveaux Plaisirs d’Architecture, Centre Georges Pompidou, Paris

1986      Revision of Modernism - Postmodern Architecture 1960–86, The National Museum of Modern Art, Tokio

1987      Das ideale Museum, documenta 8, Kassel

1992      Haus-Rucker-Co, Objekte, Konzepte, Bauten 1967–92, Kunsthalle Wien

1993      Haus-Rucker-Co, Architekturmuseum Basel

                Ortner & Ortner Baukunst, Museum Francisco-Carolinum, Linz

1996      Light Construction, MACBA, Barcelona

                Gifts to Philip Johnson, Museum of Modern Art, New York

1998      3 Bauten für europäische Kultur, Europäisches Designdepot, Klagenfurt

 

 

 

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